neun
Ein JazzQuartett, das sich Klangfahrer nennt, hat sich schon einmal einen starken Namen für die gemeinsame Mission ausgesucht.
Saxofonist Johannes Flamm und Pianist Thomas Berndt haben mit der Rhythmustruppe Bernd Kistemann (Bass) und Gerd Breuer (Schlagzeug) eine gleichermaßen starke CD eingespielt. Alle vier Musiker haben Songs beigetragen, die von satten, liedhaften Melodien und einer vitalen Ensembleleistung leben. Manches Mal erinnern Klangfahrer an den Sound des legendären europäischen Quartetts von Keith Jarrett mit Jan Garbarek. Doch Klangfahrer lassen sich selten von der Ekstase hinwegtragen, sonder bevorzugen die kurze, geschlossene Form. Dass die auch ihre Meriten haben kann, beweist die Band in Stücken wie „Norwegian Elks“, das von seinem schrägen, straffen Rhythmus lebt, oder im seelenvollen „Souldiver“, wo sich die Stärken des Quartetts wie eine Blüte entfalten.
Quelle: Jazzthing 84, Rolf Thomas
acht
Die CD-Präsentation in der Klangbrücke Aachen im alten Kurhaus war der Hammer: So viele Leute waren gekommen und hatten mit der Band viel Spaß und zwei inspirierte Sets. Hier ein Artikel aus der Juli-Movie:
"Das letzte mal, dass ich ein so abgefahrenes Jazzkonzert gehört habe, war im Jazzland in Wien vor über drei Jahren. Erstaunt stelle ich nun in der Klangbrücke fest, dass man für guten Jazz nicht unbedingt eine Grenze überqueren muss: Die vier Klangfahrer liefern ihn bis in die Aachener Innenstadt - und in eine CD verpackt auch direkt bis ins heimische Wohnzimmer. Das live-Erlebnis wollte ich allerdings nicht missen (und das nicht allein, weil ein Teil der Combo passend zum CD-Cover grüne Augenbrauen bzw. Mittelstreifenhaarpartie trug). Gefühlte zwei Meter Thomas Berndt falten sich hinter den Flügel und widerlegen die Ansicht, Klavier spiele man nur mit den Händen. Berndt zeigt sich als Meister fluider Läufe, harmonischer Dissonanzen und präziser Unordnung. Bernd Kistemann spielt seinen Kontrabass mit Nonchalance, Understatement und Vergnügen, zurückgenommen, aber ohne ihn in den Hintergrund rutschen zu lassen. Gerd Breuer nutzt neben den Trommelfellen auch sämtliche Ecken und Kanten seines Schlagzeuges und erzeugt dadurch so feingliedrige Klangstrukturen, dass ich über seinen - in meinen Ohren - leichten Hang zum Becken gerne hinweg höre. Johannes Flamm schließlich ist einer der besten Saxofonisten, die ich je live erlebt habe. Er beherrscht die lauten, die leisen, die schrägen, die vollen und die fast unhörbaren Töne (und vermutlich mehr als alle bekannten Atemtechniken). In Kombination ergibt sich zartbitterer, verspielter, vertrauter aber nie abgedroschener Jazz für Bauch und Kopf."
Quelle: Frau Suk, Monatsrückblick Movie 07/10
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sieben

fünf
vier
Seit Gerda Zuleger-Mertens das "Gasthaus am Markt", im Volksmund auch als "Schnoits" bekannt, führt, finden dort wieder regelmäßig Konzerte statt, in der Regel samstags zum Frühschoppen. Meist spielen Jazzbands dort, wobei die Qualität der Musiker und der Konzerte durchweg auf recht hohem Niveau ist. So zum Beispiel am vergangenen Samstag, als im Gasthaus am Markt die Aachener Formation KLANGFAHRER zum Konzert aufspielte. Das Jazz-Quartett mit den nicht nur in der Region bekannten Musikern [...] kredenzte den begeisterten Zuhörern im Gashaus am Markt ein exquisites Jazz-Menü, das vornehmlich aus ambitionierten Eigenkompositionen im Stil des Modern Jazz bestand und garnierten das Ganze mit gekonnt interpretierten Jazz-Standards [...]. Es war eine Freude, diesen Klassemusikern zuzusehen und zuzuhören. Bei solchen musikalischen Frühschoppen geraten Jazzfreunde ins Schwärmen."
... Horst Schmidt/Eschweiler Filmpost
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... to be continued
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